Exkursionsbericht: Papierbrückenbauwettbewerb in Danzig 2025
Auch in diesem Jahr nahmen die „Freunde des Bauingenieurwesens“ wieder am Papierbrückenbauwettbewerb teil, der von der Universität Danzig veranstaltet wird. Ziel des Wettbewerbs ist es, innerhalb weniger Stunden eine Brücke ausschließlich aus Papier zu errichten, die anschließend von einer Prüfmaschine auf ihre Tragfähigkeit getestet wird. Für uns bot die Teilnahme die Gelegenheit, auf den Erfahrungen des Vorjahres aufzubauen und unsere Ergebnisse zu verbessern.
Die Anreise erfolgte am Vortag des Wettbewerbs. Bereits um 6 Uhr morgens trafen wir uns am Bahnhof und fuhren gemeinsam mit der Bahn nach Danzig. Gegen Mittag erreichten wir unser Ziel und verbrachten den Nachmittag am Strand. Dort trafen wir auch einige Studierende aus Danzig wieder, die wir bereits im letzten Jahr kennengelernt hatten. Einige von uns gingen schwimmen, während andere den Strand genossen. Am Abend setzten wir uns zusammen, um letzte Details der Umsetzung unserer Brücke zu besprechen. Da die Baupläne bereits im Vorfeld eingereicht worden waren, konnten wir uns darauf konzentrieren, unser bewährtes Brückenkonzept während des Wettbewerbs noch effizienter und stabiler umzusetzen.
Am Wettbewerbstag begannen wir früh. An der Universität bezogen wir unsere Arbeitsplätze in der großen Halle, die bereits mit allen benötigten Materialien ausgestattet waren. Nach einer kurzen Einführung startete die Bauphase, die insgesamt fünf Stunden dauerte – eine Zeitspanne, die sich als knapp herausstellte. Beide Teams arbeiteten konzentriert und setzten die Pläne Schritt für Schritt um. Während einer kurzen Pause konnten wir uns stärken, bevor es weiterging. Am Ende waren beide Brücken fertiggestellt und wurden zum Trocknen aufgestellt, um für die späteren Belastungstests stabil zu bleiben.
Am Abend fand das Vernetzungstreffen für alle Teilnehmenden statt. Bei gegrilltem Essen und Musik hatten wir die Gelegenheit, uns mit anderen Teams auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Der zweite Tag begann entspannt. Vormittags waren wir erneut am Strand, bevor wir mittags eine Bar mleczny besuchten – eine in Polen verbreitete Kantine mit Selbstbedienung, die traditionelle Gerichte zu günstigen Preisen anbietet. Der Besuch bot eine angenehme Abwechslung und einen Einblick in die polnische Esskultur.
Am dritten Tag erfolgten schließlich die Belastungstests. Zusammen mit den anderen Teams verfolgten wir die Prüfungen, bis unsere Brücken an der Reihe waren. Dieses Jahr hielten unsere Brücken deutlich mehr aus als im Vorjahr: Eine Brücke hielt 400 Newton, die andere 800 Newton. Zum Vergleich: Im Vorjahr lagen unsere Brücken noch bei 300 bzw. 500 Newton. Das stärkste Team in diesem Jahr erreichte 3700 Newton. Anschließend testeten wir die Brücken noch selbst, indem wir uns darauf stellten, bis sie endgültig zusammenbrachen – ein unterhaltsamer Abschluss.
Nach drei Tagen voller Wettbewerb, Austausch, Freizeit und gemeinsamer Erlebnisse traten wir zufrieden die Heimreise an.