PfEx Benelux-Staaten

Ähnlich wie bereits im Vorjahr, hatten wir uns auch in diesem Jahr nicht auf ein Land, sondern gleich mehrere Länder als Ziel unserer alljährlich stattfindenden Pfingst-Exkursion festgelegt. Nachdem mit Skandinavien 2017 der Norden Europas erkundet worden war, sollte es dieses Mal in westeuropäische Gefilde gehen:

Die BeNeLux-Staaten galt es, baustellentechnisch, aber auch kulturell zu erkunden!

So versammelte sich am 17.05.2018 unsere aus Bauingenieur-Studenten aus dem zweiten bis achten Semester bestehende, 18-köpfige Reisegruppe überaus pünktlich 6:45 Uhr vor dem Potthof-Bau der TU Dresden. Nachdem sich alle auf die zwei von Niko und Robert gefahrenen Neun-Sitzer verteilt hatten, ging es auch gleich ab auf die Autobahn. Unser erstes Etappenziel war dabei zunächst Europas Bankenhauptstadt: Frankfurt am Main.

Frankfurt SkylineVon flüssigem Verkehr gesegnet, erreichten wir bereits nach etwa viereinhalb Stunden die hessische Metropole. Nach kurzem Check-In im Hostel ging es dann auch gleich los mit einem Stadtrundgang unter der Leitung Nikos, der mehrere Jahre in Frankfurt gelebt hatte. Niko führte uns über den Main, durch die Altstadt und den Römer, wo wir die schönen Fachwerkhäuser und alten Wirtschaften bewunderten. Historisch bedeutsam wurde es dann beim Besuch der Paulskirche, dem Ort, an dem nach der Märzrevolution vom Mai 1848 bis Mai 1849 zum ersten Mal ein demokratisches Parlament auf deutschem Boden tagte. Hier verbrachten wir einige Zeit im Ausstellungsteil der Kirche und besichtigten auch den – heute aber komplett umgebauten – ehemaligen Parlamentssaal.

 Dann war es auch schon Zeit für den ersten bauingenieurtechnischen Termin der Exkursion: Am Frankfurter Dom trafen wir uns mit Dr.-Ing. Fabian Ruhl, dem Geschäftsführer der Darmstädter Krebs+Kiefer-Niederlassung. Unter seiner Führung besichtigten wir das erst vor Kurzem fertiggestellte Dom-Römer-Quartier, eine gelungene Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt, die Platz für zahlreiche Wohnungen sowie Geschäfte bieten wir

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Fabian Ruhl ging während des Rundgangs dabei vor allem auf die logistischen Schwierigkeiten des Bauprozesses ein und gab uns somit einen eindrucksvollen Einblick in die schwierigen Bauverhältnisse des Mammutprojektes: Zuerst musste das sich noch zu Baubeginn vor Ort befindliche alte Technische Rathaus abgerissen werden. Ein simpler Abriss und Abtransport war dabei jedoch nicht möglich, da die Gefahr bestand, dass sich dadurch der Baugrund heben könnte.Schlimme Schäden an den angrenzenden Gebäuden sowie der unmittelbar darunter befindlichen U-Bahn wären die Folge gewesen. Die Projektleitung unter Fabian Ruhl entschied sich daher für eine Wiederverwendung des Abrissschuttes. Dabei wurde dieser in Big-Packs gefüllt und diese zu tausenden jeweils so lange auf der Baustelle belassen und zum Gewichtsausgleich hin- und herbewegt, bis der Baufortschritt durch neue Betonage genug eigenes Gewicht aufbrachte, um die befürchteten Bodenhebungen ausschließenzu können. Auch die beengten Platzverhältnisse der Frankfurter Innenstadt, diverse, die An- und Abtransporte behindernde Straßenbahnoberleitungen sowie im Wege stehende, aber unter Schutz stehende und daher nicht zu fällende Bäume machten den Bauprozess weiterhin extrem schwierig und aufwendiger als üblich. Alles in allem erhielten wir an diesem Nachmittag einen sehr lehrreichen sowie spannenden Einblick in die Baulogistik einer Großbaustelle.

DSC 0105Nachdem wir im Anschluss an die Führung noch das Bankenviertel sowie die die Frankfurter Zeil besichtigt hatten, ging es schließlich noch zu einem netten Abendessen in einer traditionellen Frankfurter Wirtschaft. Hier konnten wir lokale Spezialitäten der hessischen Küche, wie etwa Grüne Soße und Rippchen, probieren und auch der Frankfurter „Äppelwoi“ (Apfelwein) mundete allen gut – gemessen an der doch recht stattlichen Anzahl „Bembel“ (Drei-Liter-Krüge), die dabei bestellt worden.

Schlussendlich begaben wir uns dann noch einmal an den Main, wo wir bei ein zwei Bier den schönen Abend und Mond gen

 Unser zweiter Tag in Frankfurt führte uns nach dem Frühstück zur Baustelle des Omniturms, einem 190 Meter hohem, 45-geschossigen Wohn- und Bürohochhaus, welches vor allem durch seinen „Hüftschwung“ besticht: zehn der 45 Etagen ragen hierbei circa auf halber Höhe des Bauwerks bis zu vier Meter (zehn Prozent der Gebäudebreite) seitlich aus dem Lot hinaus und geben dem Gebäude somit einen wellenartigen, bald tanzenden Charakter. Dieses spektakuläre Projekt wurde von Bodo Jüngling von der Tishman Speyer GmbH entwickelt, welche unter anderem auch für das Chrysler Building sowie das Rockefeller Centre in New York verantwortlich zeichnen. Bei unserer Tour durch den Rohbau erklärte uns Herr Jüngling, dass die Nachfrage nach den Wohnungen, welche hier unter anderem entstehen, riesengroß sei und diese bereits jetzt in der Bauphase bereits alle vermietet beziehungsweise verkauft sein. Daher ergibt sich beim Omniturm auch ein hoher Fertigstellungsdruck, wodurch hier alle vier Tage ein neues Geschoss entsteht. Mittels Kletterschalung wächst dabei zunächst der Gebäudekern, welcher Aufzüge, Treppen, Leitungen etc. enthalten wird, in die Höhe. Anschließend folgt jeweils der Rest der Etagen.

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Nach diesem interessanten Einblick in den Bau eines Hochhauses, ging es dann zu Fuß zunächst weiter auf Erkundung der Frankfurter Innenstadt. 18 Bauingenieure in Warnweste und mit S3-Sicherheitsstiefeln stapften so zwischen den in der Mehrheit eher Anzug tragenden Bankern und Büroarbeitern des Central Business Districts durch die Straßen und bildeten einen recht lustigen Kontrast. 

Unsere Mittagspause legten wir dann wieder am Main ein, wo zunächst hungrig die mitgebrachten Brote und Snacks verspeist und anschließend die Mainwiesen für das ein oder andere kurze Mittagsschläfchen genutzt wurden.Danach hieß es dann auch direkt wieder „Helme auf!“ und ab zur nächsten Baustelle, dem WinX, einem 28-geschossigen Bürogebäude mit X-förmigem Grundriss sowie angebundenem Portalgebäude. Hier führte uns Projektmanager Jan Gumprecht von der German Estate Group AG über die Baustelle und bis hinauf in die luftigen Höhen des obersten Stockwerkes sowie der zukünftigen Multifunktions-Dachterrasse. Das WinX war durch sein komplett computergesteuertes Klima-, Luft- und Energiesystem vor allem aus bauphysikalischer Sicht sehr interessant. Doch auch die vielen Abänderungen und Designumwürfe, die während der Bauphase aufkamen und immer noch aufkommen, wurden hier sehr gut deutlich. Alles in allem erhielten wir somit einen wirklich sehr interessanten und realitätsnahen Einblick in die Errichtung eines solchen Millionenprojektes.Geschafft vom ereignisreichen Tag ließen wir unseren letzten Abend in Frankfurt gemütlich bei einem gemeinsamen Abendbrot am Main ausklingen.

 Am nächsten Morgen, Samstag, der 19.05., stand bis zum Mittag Freizeit auf dem Programm und nachdem wir auf Nikos Tipp hin den Markt an der Konstablerwache besucht hatten, nutzen alle die verbleibende Zeit individuell: In kleinen Gruppen wurden das Architektur- beziehungsweise das Naturkundemuseum erkundet, einige gingen noch einmal auf einen Einkaufbummel an der Frankfurter Zeil oder bummelten ein letztes Mal durch die Altstadt.

 Um 13:45 Uhr hieß es Abschied nehmen von Frankfurt und ab Richtung Brüssel.

Belgian Pride Parade

Gegen 18:30 Uhr erreichten wir dann schließlich das Herz der europäischen Demokratie. In der Küche unseres Hostel machten sich dann Lewin und Tobias auch gleich ans Abendessen und zauberten ein wunderbares Pilz-Risotto für all die hungrigen Münder.

 Nach der wenig ereignisreichen Autofahrt drängte es dann alle noch danach, das Brüsseler Nachtleben zu erkunden. So begaben wir uns in die Innenstadt, wo ausgiebig bei der „Belgian Pride Parade“ getanzt und gefeiert oder in einer der zahllosen Bars das gute belgische Bier probiert und genossen werden konnte.

 Den Pfingstsonntag ließen wir dann zunächst ganz ruhigangehen. Gestärkt von einem späten und ausgiebigen Frühstück brachen wir um 11:30 Uhr zu einer kostenlosen Stadtführung auf. Unser Tourguide führte uns durch die traumhafte Altstadt Brüssels, erklärte vieles zur Geschichte der Metropole, berichtete über die Besonderheiten des belgischen Bieres und der Schokolade und gab obendrein Tipps, wo es die besten Pommes und Waffeln – beides ja belgische Erfindungen – zu probieren gäbe.

 Nach Ende der Tour kamen viele den Tipps gleich nach und probierten die berühmten Pommes oder Waffeln … manche sogar beides. Den Nachmittag verbrachten wir, jeder nach eigenem Interesse, hier und da durch die Stadt schlendernd und die schönen Bauwerke bewundernd, schlemmend oder auch im Park die Beine ausruhend. 

So gab es viel untereinander zu berichten, als wir uns alle für das gemeinsame Abendessen – bei dem uns Lewin und Tobias abermals, dieses Mal jedoch mit Spaghetti Bolognese, verwöhnten – wieder im Hostel eingefunden hatten.

Mit gut gefüllten Mägen ging es dann neu gestärkt noch ein letztes Mal auf einen nächtlichen Spaziergang in die schöne Altstadt Brüssels.

Der Feiertagsgemütlichkeit trotzend, starteten wir am Pfingstmontag bereits 8:45 Uhr gen Niederlande. Unser erstes Ziel sollte dabei Rotterdam sein. Hier machten wir eine Bootsrundfahrt durch den Hafen, den größten in ganz Europa. Zwar fuhren wir nur einen Teil ab, doch die massive Maschinerie und die unzähligen, sich bis zum Horizont erstreckenden Frachtcontainer sowie Containerschiffe ließen die komplette Größe des Rotterdamer Hafens erahnen.

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Nach einem Mittagessen an der Rotterdamer Markthalle ging es dann weiter zum Maeslant-Sperrwerk. Dieses ist als Teil des niederländischen (Sturm-) Flutsystems essentiell, um das Land, welches zu circa 25 Prozent unterhalb des Meeresspiegels gelegen ist, bei Gefahr vom Meer vor Überflutungen zu schützen. Über die Wirkweise und das Konzept des aus zwei Kreissegment-förmigen Sperrwänden bestehenden, an beweglichen Armen befestigten Wehrs konnten wir uns zunächst im Informationscenter ein Bild machen. Anschließen kamen wir den Sperrwänden sowie der gewaltigen Bewege-Maschinerie des Wehrs bei einem Rundgang über das Gelände auch persönlich ganz nah. Der Besuch war daher äußerst eindrucksvoll und unterstrich generell die Wichtigkeit und Komplexität des Wasserbausektors, welcher in unserer Heimat in solchen Maßstäben wohl eher seltener klar wird.

Aufgrund des absolut prächtigen Wetters, entschieden wir uns anschließend, nicht sofort in unser Hostel in Den Haag, sondern dort zunächst lieber an den Strand zu fahren. Bei bereits sommerlichen Temperaturen verbrachten wir ein paar äußerst entspannende Stunden am Strand und wagten uns sogar einmal in die aber immer noch sehr kalte Nordsee.

Gebräunt, erfrischt und entspannt ging es dann ins Hostel. Nach einer Dusche und dem Abendbrot machte sich unsere Truppe dann auf in die Innenstadt Den Haags, wo wir gemeinsam einen lustigen Abend erlebten und in Nikos Geburtstag hineinfeierten. 

Der Dienstag, 22.05., stand zur freien Gestaltung, denn leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Es regnete den ganzen Morgen recht stark und etwaige Pläne, nochmals an den Strand zu fahren, fielen somit aus. Dennoch ließen wir uns nicht unterkriegen und so zogen wir mit Regenschirm und -jacken los, die Stadt Den Haag zu erkunden. Binnenhof Den Haag

Gegen Mittag wurde das Wetter auch immer besser, sodass wir unseren mit Google-Maps selbstorganisierten Stadtrundgang mehr und mehr genießen und letztlich doch eine sehr schöne Zeit verbringen konnten.

Am Nachmittag stand dann noch der Besuch des neuen „SportkampusZuiderpark“ auf dem Plan: ABT-Projektmanager Abe Reurings führte uns durch die erst kürzlich fertiggestellte, riesengroße und äußerst beeindruckende Mehrzwecksporthalle. Unter Herr Reurings Leitung entstand hier auf dem ehemaligen Gelände des Den Haager Fußballclubs ADO eine Sportstätte mit mehreren Sporthallen für alle nur denkbaren Sportarten. Sportkampus ZuiderparkAuch Tanz- und Kampfsportsäle sowie eine Halle für die Turnerjugend wurden mit umgesetzt. Besonders beeindruckte jedoch die riesige Indoor-Beachvolleyball-Halle, die über einen 65 Zentimeter starken, aufgeschütteten Sandboden nebst Sprinkleranlage zum korrekten Einstellen der Sandfeuchtigkeit verfügt und dabei gleich für sechs Volleyballfelder Platz bietet. So kamen wir doch noch mehr oder weniger zum Strandfeeling.

Der Abend stand dann ganz im Zeichen des internationalen Studentenaustauschs, denn wir besuchten unsere Partnerstudenten an der TU Delft. Nach einer kurzen Begrüßung am Bahnhof besichtigten wir mit ihnen zunächst die historische Altstadt von Delft. Hier probierten wir auch ein paar Spezialitäten der niederländischen Küche wie zum Beispiel die berühmten Fleischkroketten oder aber auch Pommes mit Erdnusssoße und Zwiebeln.

Die Studenten der TU Delft mit den Freunden des Bauingenieurwesens

Anschließend ging es zu einer Tour über den Campus, wo wir sowohl vom Bibliotheks-Hügel als auch vom höchsten Gebäude der Universität einen tollen Blick über die Stadt und bis hinüber zum Rotterdamer Hafen genießen konnten. 

Nachdem wir bereits einiges an Strecke zurückgelegt hatten und die Füße allmählich schwer wurden, lenkten unsere niederländischen Gastgeber unsere Schritte wieder zurück in die Delfter Altstadt und ins Kneipenviertel. In einer schönen und gemütlichen Bar fanden wir schließlich alle einen Platz und bei live-gespielter Jazz-Musik und dem ein oder anderen Bier hatten wir mit unseren Delfter Kollegen einen sehr lustigen und amüsanten Abend.

Bevor es am nächsten Morgen nach Amsterdam ging, stand noch ein Besuch beim Rotterdamer Maas-Tunnel an, dessen eine Tunnelröhre sich in den letzten Zügen einer umfassenden Sanierung befindet. Die Bewehrung des 1942 fertiggestellten und 1070 Meter langen Tunnels war aufgrund von Betonkorrosion an vielen Stellen des Tunnels bereits freigelegt und nunmehr selbst der Korrosion ausgesetzt, weswegen die Sanierung unbedingt nötig wurde. Tunnel RotterdamDer Sicherheitschef auf der BAM-Baustelle, zeigte uns bei einer Führung durch den gesamten Tunnel, wie der korrodierte Beton segmentweise mittels Hochdruck-Wasserschneidern pulverisiert und die Bewehrung somit freigelegt wurde. Anschließend erfolgte nach genauer Inspektion des Stahls und etwaigen Reparaturen eine neue Betonage mit widerstandsfähigerem Beton. Auch die überholte Be- und Entlüftungstechnik sowie das Notfallsystem wurden zeitgemäß um- und ausgebaut. Dabei galt es jedoch, am Ende der Bauarbeiten den unter Denkmalschutz stehenden Tunnel wieder exakt wie vor der Sanierung aussehen zu lassen, sodass die alten Lampen und sogar alle noch brauchbaren Fliesen der historischen Tunnelinnenauskleidung wiederverwendet wurden. Das Ende unserer Führung bildete dann ein Besuch im Kontrollzentrum der Tunnelüberwachung, welches im ehemaligen Entlüftungspumpenhaus des Tunnels untergebracht ist.

Amsterdam

Von Rotterdam ging es nun nach Amsterdam, sicherlich ein Highlight, auf das wir uns alle schon freuten. Außer der Fahrt gab es aber erst einmal keine Verschnaufpause, denn in Amsterdam angekommen, besuchten wir auch sogleich die nächste Baustelle: Den Neubau des nhow-Amsterdam-RAI-Hotels, welches aus drei großen, aufeinandergestapelten und jeweils zueinander um die Längsachse gedrehten Dreiecksprismen aufgebaut ist. Hier begrüßten uns Bas van Damund Anne FeikjeWeidema von der die Baumaßnahmen ausführenden Projektierungsfirma Being Development und luden uns zu einem Rundgang durch das erste, bereits weit vorangeschrittene der drei Prismen, aus denen das Gebäude einmal bestehen soll. Besonders interessant an dieser Baustelle war einerseits die Gestaltung und Aufteilung der späteren Hotelzimmer, welche durch die dreieckige Grundrissform erschwert wird. Doch auch aus statischer Sicht stellen die Dreiecke eine Herausforderung dar, da deren als freischwebend designten Spitzen bei einer Ausführung in Stahlbeton – wie der Rest der Geschossdecken – zu viel Eigengewicht besäßen und somit abknicken würden. Daher werden die Spitzen jeweils aus welligen Stahlprofilen hergestellt, welche schließlich mit Ortbeton vergossen werden, was im Vergleich zu einer herkömmlichen Massivdecke Beton und somit Gewicht spart. Insgesamt soll auf diese Weise bis 2019 so das größte neugebaute Hotel der BeNeLux-Staaten mit insgesamt 650 Zimmern auf 25 Etagen entstehen.

Mit dieser interessanten Erfahrung einer vom Design her doch einmal sehr futuristisch anmutenden Baustelle fuhren wir nun zu unserem Hostel, wo nach diesem ereignisreichen Tag erst einmal die meisten eine kleine Ruhepause einlegten. Anschließend machten wir uns dann in den gemütlichen Oosterpark auf, wo wir in geselliger Runde und umgeben von Kanarienvögeln ein wunderbares Abend-Picknick veranstalteten.

Gestärkt und neugierig fuhren wir, als es im Park auch zu dunkel wurde, in die Amsterdamer Innenstadt. Hier schlenderten wir durch die gemütlich anmutenden Grachten mit den für Amsterdam ganz typischen Grachtenhäusern und besuchten auch das Rotlichtviertel. So ging mit vielerlei bunten Eindrücken ein interessanter Tag zu Ende.

DSC 0358Am Donnerstag, dem 24. Mai, machten wir uns nach dem Frühstück direkt wieder auf in die Amsterdamer Innenstadt, um die Sehenswürdigkeiten, die wir abends zuvor schon hier und da erspäht, aber noch nicht näher angeschaut hatten, zu erkunden. Wie bereits in Brüssel nahmen wir dafür – wenn auch dieses Mal auf zwei Gruppen aufgeteilt -  an einer Free-Walking-Tour teil. Unser Tourguide erklärte uns viel Spannendes über das System der Grachten, die Geschichte Amsterdams, zeigte uns eine versteckte Kirche und lud uns sogar auf eine Kostprobe niederländischen Käse ein.

 Nach der Stadtführung setzten wir unsere Erkundungs- und Sightseeing-Tour in kleinen Gruppen fort und picknickten so noch im Vondelpark, gingen auf Einkaufsbummel in einem der zahllosen (teils richtig coolen Second-Hand-) Geschäften oder machten uns sogar per für Amsterdam ja so bekanntem Fahrrad auf ans Ijsselmeer, den größten See der Niederlande. 

Erschöpft, doch von vielen tollen Eindrücken bereichert, trafen wir uns schließlich alle wieder im Hostel. Schnell beschlossen wir, unseren letzten Abend in den Niederlanden ehr gemütlich zu verbringen, da das Sightseeing uns wirklich ausgepowert hatte. So begaben wir uns an einen nicht weit vom Hostel entfernten Kanal, wo wir direkt neben einer riesigen Holzwindmühle auf so wohl nicht steigerbare, niederländischste Art den Abend gemütlich ausklingen ließen. 

Dann war auch schon der Tag gekommen, uns langsam wieder Richtung Heimat aufzumachen: Nach dem Frühstück packten wir die Autos und los ging es wieder nach Deutschland. Jedoch nicht direkt nach Dresden, denn ein letztes Etappenziel stand noch auf dem Programm: Wir wollten Herrn Professor Balzani, welcher im Jahr zuvor an der TU Dresden den Lehrstuhl für Mechanik bekleidet hatte, an seinem nunmehr neuen Sitz an der TU Bochum besuchen.

Uni BochumEtwas später als erwartet aber immer noch exakt zur Treffpunktzeit, kamen wir in Bochum an. Hier gab es zunächst ein herzliches Willkommen mit Herrn Professor Balzani. Dann ging es auch schon los mit einem Besuch in Werkstoff-Labor der Uni, wo wir uns anschauten, wie aus extrem fein gemahlenen Metallpulvern versucht und erforscht wird, mittels Induktion sowie einer Art 3D-Druckens Schrauben, Muttern und ähnliches herzustellen. Diese Verfahren ermöglichen, nur exakt jene Menge Metall zur Herstellung verschiedener Werkstoffe zu verwenden, welche auch tatsächlich benötigt wird. Abfälle, wie sie beim Hobeln, Fräsen, Schleifen und ähnlichem entstehen, werden somit komplett vermieden und so die Rohstoffbilanz erheblich verbessert.

Anschließend besuchten wir das Institut für Bauinformatik. Hier zeigten uns die Mitarbeiter einerseits an einem äußerst umfangreichen und detaillierten Projekt, die komplette Erfassung des Baus eines Tunnels mittels eines BIM-Programms. Noch beeindruckender war jedoch die hier entwickelte Virtual-Reality-Erfahrung, bei der man, ausgestattet mit VR-Brille und Controllern in drei verschiedenen Leveln in einem BIM-basierten Gebäude verschiedene Inspektionen und Reparaturen vornehmen muss. An diesem Beispiel wurden die Möglichkeiten der Bauinformatik einmal sehr eindrucksvoll deutlich und wir können sicher gespannt sein, ob nicht einmal Baustellenbegehungen komplett virtuell vom Büro aus möglich sein werden.

Uni Bochum mit Prof. BalzaniZurück in der realen Welt, setzten wir unseren Besuch mit einem Rundgang über den Campus sowie durch den Botanischen Garten der Universität fort. Wieder am Institut für Mechanik angelangt, gab es dann noch ein nettes Beisammensein mit einem besonderen Anlass: Zu Ehren der Habilitation unseres Vereinsmitgliedes und ebenfalls ehemaligen Dresdner TU-Mechanikers Dr. Wolfgang Weber, luden uns Herr Professor Balzani und seine Mitarbeiter zu einem netten Büffet und ein paar kühlen Bier ein. Auf diese Weise genossen wir das Wiedersehen und erlebten in absolut netter Atmosphäre einen schönen Ausklang unseres Campus-Besuches. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Herrn Professor Balzani sowie den Mitarbeitern seines Instituts für ihre Bemühungen bedanken!

Gegen 20:30 Uhr kamen wir schließlich in unserem Hostel, direkt an Bochums berühmtem Kneipen- und Partyviertel, dem „Bermuda-Dreieck“, gelegen, an. Von hier aus starteten wir zu einem letzten gemeinsamen Abend und erkundeten auch direkt die zahlreichen Bars. 

Der 26. Mai, also der Samstag, stand dann nur noch im Zeichen der Rückfahrt. Nach dem Frühstück ging es ab auf die Autobahn und mit allerlei interessanten Erfahrungen sowie schönen Erinnerungen zurück nach Dresden, wo wir gegen 14:30 Uhr ankamen.

Wir möchten uns abschließen noch einmal ganz herzlich bei allen Organisatoren der Pfingstexkursion sowie den beteiligten Firmen und Institutionen bedanken, welche unsere Exkursion überhaupt erst möglich und ebenso unvergesslich gemacht haben!!! 

 

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